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| Taktieren mit Quoten-Versprechen - |
zwd-Schwerpunkt Feste Quote statt Flexi-Regelung zwd Berlin (ig/kl). Am 15. April hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Reißleine gezogen und mit dem CDU-Bundesvorstand die Quotenbefürworterinnen in den eigenen Unionsreihen – allen voran Ursula von der Leyen und die Spitzen der Frauen-Union – an die Kette legen lassen. Hinter den Kulissen der Unionsfraktion war von ‚Erpressung‘ die Rede, nachdem eine Gruppe von Abgeordneten der Koalition offen Sympathie für den vom Bundesrat beschlossenen Quotengesetzentwurf signalisiert hatte. Vor der Abstimmung am 18. April einigten sich Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer auf einen Kompromiss, wonach 2020 eine 30-Prozent-Quote kommen solle. Das ist zwar erst nach zwei Bundestagswahlen, aber doch ausreichend gewesen, um aktuell die Koalitionsmehrheit zu sichern. Ein kurzfristiger Sieg der Kanzlerin mit langfristigen Folgen für die Union: Die feste Quote wird kommen. Flexi-Quoten-Ministerin Schröder wurde düpiert.
Ende der Flexi-Quote - Ende der Ära Merkel? zwd-Chefredakteur Holger H. Lührig äußert in einem Kommentar die Überzeugung, dass der Quoten-Deal nicht nur das Ende der Ära der ‚Flexi-Quote’ eingeleitet habe, sondern auch als Option für die Zeit nach der Bundestagswahl bewertet werden kann: Es entwickele sich eine neue Mehrheit pro Quote. Dies könne dazu führen, dass - falls Schwarz-Gelb keine Mehrheit für eine Fortsetzung der Regierungszeit erreiche - auch die erklärte Quoten-Gegnerin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), ihren Job verlieren könnte.
Literaturwissenschaftlerin Hanna Rosin im Interview: „Die Wirtschaft braucht mehr Frauen in Machtpositionen“ zwd Berlin (kl). Die US-amerikanische Journalistin Hanna Rosin hat mit ihrer Geschlechteranalyse ‚Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen‘ international für Aufsehen gesorgt. Die 43-jährige Autorin und Literaturwissenschaftlerin zeichnet die steile Karriere der Frau, deren Flexibilität und Kreativität in der Arbeitswelt nach. Erstmalig waren im Jahr 2009 in der amerikanischen Geschichte mehr Frauen als Männer berufstätig. Vor allem junge Unternehmen – wie Yahoo, Google und Apple – seien mit ihren flexiblen Arbeitsmodellen Beweise dafür, mit welcher Intensität sich die Verhältnisse jenseits des Atlantiks wandelten, erklärte Rosin im Interview mit dem zwd.
Equal Pay Day Koalition blockiert Gesetz zur Lohngleichheit von Frauen zwd Berlin. Anlässlich des Equal Pay Days hatte die SPD einen Gesetzentwurf im Bundestag eingebracht, der Unternehmen zur geschlechtergerechten Entlohnung verpflichten sollte. In der Debatte kritisierten die Abgeordneten fraktionsübergreifend die Unverhältnismäßigkeit der weiblichen Unterbezahlung. Konkrete Lösungsansätze rückten jedoch in weite Ferne.
Gender & Gesundheit Ärztinnen fordern Frauenquote in der Medizin zwd Berlin (kl). Es sei längst an der Zeit, Ärztinnen auf allen Hierarchieebenen eine Mindestquote einzuräumen, erklärte die Vorstandspräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB), Dr. Regine Rapp-Engels, bei der Vorstellung der Kampagne ‚ProQuote Medizin‘ Ende März in Berlin. Der DÄB kämpft für eine 40-Prozent-Frauenquote in der Medizin bis 2018.
Die Themen des zwd-Magazins 309 im Überblick:
KOMMENTAR Der ‚Quoten-Deal‘: Das Ende einer Ära
BUNDESTAG Frauenquote: Von der Leyen dreimal „umgefallen“ Equal Pay Day: Koalition blockiert Gesetz zur Lohngleichheit von Frauen
GENDER & GESUNDHEIT Aktion ‚ProQuote Medizin‘: „Ohne Quote bewegt sich nichts“
BUND & LÄNDER Niedersachsen: Vier im Zehner-Kabinett Niedersachsen auf einen Blick Genderziele im rot-grünen Koalitionsvertrag Interview: Frauenministerin Cornelia Rundt: Masterplan Gender-Mainstreaming auf der Agenda
CHRONIK Quotenchronologie Teil V: Die jüngsten Entwicklungen der gesetzlichen Frauenquote | Die fünfteilige Quotenchronik erscheint in Kürze als zwd-Sonderheft/Dossier
INTERVIEW Hanna Rosin: „Das Sozialsystem ist für Mütter schwachsinnig“
ZWD IM INTERNET zwd Online-Nachrichten: Geburtengesetz, Frauenquote, Elternstudie, Präventionsgesetz
PREISE Pauline-Staegemann-Preis: Ehrung für zwd-Herausgeberin Marion Lührig
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