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FRAUEN IN ENTSCHEIDUNGSPOSITIONEN
93 Prozent Männer sitzen auf Vorstandsposten von Dax-30-Unternehmen
djb-Erhebung bescheinigt der „Selbstverpflichtung“ das Ergebnis „unzureichend“ | 14 Frauen sind in den DAX-30-Unternehmen in Vorständen
zwd Berlin (kl). Von den 191 Vorstandspositionen der DAX-30-Unternehmen in Deutschland sind gerade einmal 14 weiblich besetzt. Dieses ernüchternde Ergebnis ergab die dritte Befragung des Deutschen Juristinnenbundes (djb) - „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“. Eine Überprüfung von 76 Hauptversammlungen der DAX-30-Unternehmen und 46 börsennotierten Unternehmen ergab im Hinblick auf das Gender-Gleichgewicht, dass mehr als 93 Prozent der Vorstandsposten von Männern besetzt werden. Trotzdem gab nur ein Fünftel der DAX-30-Unternehmen an, Ziele und Strategien für mehr Frauen in Aufsichtsräten zu haben, erklärte die djb-Vorsitzende, Ramona Pisal, am 28. November bei der Vorstellung der Initiative im Allianz-Forum Berlin.
(28.11.2012) mehr...
 

 
Neue Ausgabe erschienen: ZWD-FRAUENMAGAZIN 304
Betreuungsgeld für drei Monate?
  • zwd-Schwerpunkt: Rot-Grün prophezeit Betreuungsgeldgesetz „geringste Halbwertzeit aller Gesetze“
  • Die Historie der Quotendebatte: Quoten-Chronologie (I): Der Marsch durch die Instanzen
  • Gleichstellungspolitik in NRW: Gleichstellung an Unis braucht nach wie vor staatliche Aufsicht
  • Zehn Jahre Gewaltschutzgesetz: Es fehlt an Sonderdezernaten für häusliche Gewalt
(27.11.2012) mehr...
 

 
BERUFSLEBEN VON MÜTTERN
Unions-Plan, Haushaltshilfen zu subventionieren, vorerst ohne Chance
Bundesfinanzministerium: „In 2014 keine Spielräume für kostspielige zusätzliche Vorhaben“
zwd Berlin (kl). Überlegungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit staatlich geförderten Haushaltshilfen den Wiedereinstieg von Müttern nach der Familienphase in den Beruf zu erleichtern, hat das Bundesfinanzministerium eine Absage erteilt. Aus dem Hause von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hieß es, oberstes Ziel für 2014 sei ein ausgeglichener Haushalt - für „kostspielige zusätzliche Vorhaben“ wie den Unionsvorschlag existiere also kein Spielraum. Das Bundesfamilienministerium habe darum anerkannt, einen entsprechenden Gesetzentwurf erst vorzulegen, wenn ein Finanzierungskonzept existiere, so eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums.
(26.11.2012) mehr...
 

 
GEWALT GEGEN FRAUEN | GEDENKTAG
Deutschland braucht Aufenthalts- und Zeugenschutz bei Menschenhandel
Parlamentarische Initiativen zum Internationalen Tag zur „Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ am 25. November
zwd Berlin (kl). Zum Internationalen Tag zur „Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ am 25. November haben MenschenrechtspolitikerInnen, FrauenrechtlerInnen und Menschenrechtsorganisationen die Bundesregierung aufgefordert, die Europarat-Konvention zur „Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ zu ratifizieren. Zudem wollen SPD und Grüne die Ratifizierung der ILO-Konvention 189, welche seit dem Jahr 2011 „Hausarbeit" als reguläre Lohnarbeit definiert, in einem Bundestagsantrag einfordern.
(23.11.2012) mehr...
 

 
KITA-AUSBAU
Schröder muss von monatlichen Berichtspflicht der Länder abrücken
Bundestag beschließt zweiten Nachtrag zum Bundeshaushalt 2012 | Frauenetat fällt wegen Verschiebung des Betreuungsgeldes geringer aus als geplant
zwd Berlin (ticker/kl). Gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen hat der Bundestag am 20. November den Gesetzentwurf zum zweiten Nachtrag des Bundeshaushaltsjahres 2012 in Ausschussfassung angenommen (Drs. 17/11290, Drs. 17/11291). Mit den zusätzlichen 580,5 Millionen Euro, die das Bundesfrauenministerium für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur zum Haushaltsjahr 2012 erhält, räumt der Bund den Ländern nachträglich die Möglichkeit ein, 30.000 neue Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) muss abrücken von ihrer Forderung an die Länder, monatlich Bericht über den Einsatz der Mittel und den Fortgang des Betreuungsausbaus zu erstatten. Der angenommenen Ausschussfassung zufolge müssen Kommunen und Länder für den Einsatz der Mittel des Nachtragshaushalts 2012 ihrer Berichtspflicht nur vierteljährig nachkommen.
(20.11.2012) mehr...
 

 
STAATSPREIS NORDRHEIN-WESTFALEN
Frauenrechtsaktivistin Monika Hauser erhält höchste Auszeichnung NRWs
zwd Düsseldorf (ticker/kl). Die Frauenrechtlerin Monika Hauser hat den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen für ihr langjähriges internationales Engagement gegen Gewalt und Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen erhalten. Die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) lobte bei der Preisverleihung am 19. November Hausers „herausragende Verdienste" bei der Bewältigung von Kriegstraumata und ihr Engagement zur Verbesserung der Lebensumstände von Frauen in Kriegsgebieten und Entwicklungsländern.
(19.11.2012) mehr...
 

 
WELTBEVÖLKERUNGSBERICHT 2012
Jede vierte Frau kann Schwangerschaft nicht verhüten
220 Millionen Frauen haben weltweit keinen Zugang zu Verhütungsmitteln
zwd Berlin (kl). Weltweit ist es jeder vierten Frau nicht möglich, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Aus dem am 14. November veröffentlichten UNFPA-Weltbevölkerungsberichtes 2012 geht hervor, dass in den Entwicklungsländern mehr als 220 Millionen Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben. Die ExpertInnen des neuen Weltbevölkerungsberichtes gehen davon aus, dass zwei Drittel der insgesamt 80 Millionen unerwünschter Schwangerschaften verhindert werden könnten, wenn alle Menschen Zugang zu entsprechenden Mitteln der Familienplanung hätten. Das Leben von mehr als 80.000 Schwangeren könnte dadurch gerettet und das Bevölkerungswachstum erheblich verlangsamt werden.
(15.11.2012) mehr...
 

 
FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN (II)
EU-Kommission schlägt 40 Prozent-Quote vor
Betroffen sind circa 5.000 börsennotierte Unternehmen in Europa
zwd Brüssel (kl). Eine Mehrheit der EU-Kommissare hat am 14. November dem Vorschlag der Justiz- und Grundrechtskommissarin, Viviane Reding, für eine europäische Quotenrichtlinie zugestimmt. Diese soll börsennotierte europäische Unternehmen bis zum Jahr 2020 verpflichten, eine 40 Prozent- Frauenquote in ihren Entscheidungsgremien zu erfüllen. Die Richtlinie wird nur bis ins Jahr 2028 Geltung finden, dann soll sie außer Kraft treten; bis dahin hofft Reding die Frauenquote in Entscheidungsgremien erheblich verbessert zu haben.
(14.11.2012) mehr...
 

 
FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN (I)
Merkel und Schröder machen Front gegen EU-Quoten-Richtlinie
Vorsitzende der Frauen Union: Bundesregierung soll dem Gesetz im EU-Miniasterrat zustimmen
zwd Berlin/Brüssel (kl). In der CDU herrscht Streit über den Umgang mit dem Quoten-Beschluss der EU-Kommission. Während die Vorsitzende der Frauen Union der CDU, Staatsministerin Maria Böhmer, dem Kommissionsvorschlag für eine 40-prozentige Frauenquote in Entscheidungsgremien börsennotierter Unternehmen im EU-Ministerrat zuzustimmen, erteilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 14. November jeglichen europäischen Quoten-Vorgaben eine harsche Absage.
(14.11.2012) mehr...
 

 
DEUTSCHER FRAUENRAT
Gewerkschafterin neue Vorsitzende der größten Frauenvertretung Deutschlands
zwd Berlin (kl). Der Deutsche Frauenrat (DF) hat am 10. November Hannelore Buls zu seiner neuen Vorsitzenden ernannt. Buls, die bis Anfang 2012 den Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik des ver.di-Bundesvorstandes geleitet hatte, tritt die Nachfolge von Marlies Brouwers an, welche die deutsche Frauenlobby vier Jahre lang leitete. In ihrer Antrittsrede machte die Sozialökonomin Buls deutlich, sich schwerpunktmäßig dafür einsetzen, dem weiblichen „Zuverdiener-Modell“ ein Ende zu bereiten. „Wir müssen den grundsätzlichen Fragen nach Eigenständigkeit beziehungsweise den Subsidiaritätsvorschriften unserer Gesetzgebung nachgehen und uns dafür einsetzen, dass Frauen die Folgen davon nicht länger immer nur allein tragen müssen“, kündigte die neue Frontfrau des Deutschen Frauenrats in Berlin an.
(12.11.2012) mehr...
 

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