AUSSPRACHE ZUM INTERNATIONALER FRAUENTAG NEU ANGESETZT : Am 19. März Frauentags-Debatte im Bundestag

11. März 2026 // Holger H. Lührig

Die im Bundestag vorgesehene Debatte aus Anlass des Internationalen Frauentages am 8. März 2026 soll nun am 19. März nachgeholt werden. Das geht aus der auf der Bundestags-Webseite veröffentlichten Tagesordnung für die Plenartage am 18., 19. und 20. März hervor. Als erster Tagesordnungspunkt der 65. Plenarsitzung ist jetzt eine "Vereinbarte Debatte zum Internationalen Frauentag" angesetzt. Die Debatte beginnt um 09:00 Uhr und soll 70 Minuten dauern. Im vergangenen Jahr war die Debatte im Bundestag ausgefallen.

Ursprünglich war die Debatte für den 5. März terminiert, war dann aber auf Wunsch der Koalitionsfraktionen abgesetzt worden. Gründe für die Absage waren nicht genannt worden, hatten aber im Parlament und bei einigen Frauenorganisationen für Irritationen geführt. Inzwischen kann aber davon ausgegangen werden, dass mit der Absetzung auf die Reisen von Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) zur Tagung der UN-Frauenrechtskommission vom 9.-14. März in New York und von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) in die Ukraine (letztlich aus Geheimhaltungsgründen) Rücksicht genommen wurde. Klöckner hat unter anderem auf Einladung des Parlamentspräsidenten am 11. März eine Rede vor dem ukrainische Parlament gehalten.

Die Grünen hatten im Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag 2026 dem Bundestag bereits einen Antrag mit der Überschrift „Sichtbar, stark und beteiligt - Gleichstellung von Frauen in der Landwirtschaft sicherstellen“ zugeleitet (Drs. 21/4470). Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, gezielt Frauen als Betriebsleiterinnen, Hofnachfolgerinnen, Existenzgründerinnen und Leitungspersonen zu fördern und dazu rechtliche Beratung, bestehende Informations-, Weiterbildungs-, Coaching-, oder Netzwerkangebote sowie Förder- und -Finanzierungsmöglichkeiten für Frauen zu verstetigen und auszubauen. Zudem solle der Bund gemeinsam mit den Ländern, den Versicherungsträgern und landwirtschaftlichen Verbänden tragfähige Lösungen erarbeiten, um Lücken in der Beschäftigung, der Versorgung oder Inanspruchnahme bestehender Angebote zu identifizieren und zu schließen. Die Grünen fordern Maßnahmen, um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen zu stärken, insbesondere mit Blick auf die Absicherung im Alter, in Fällen von Trennung und Scheidung, bei Beschäftigungsmodellen in Voll- und Teilzeit, sowie rund um Schwangerschaft und Mutterschutz.

Die Grünen-Fraktion hatten die Behandlung ihres Antrag im Zusammenhang mit dem Vorschlag aus den Regierungsfraktionen, eine "Vereinbarte Debatte" zu führen, zurückgestellt. Üblicherweise werden bei solchen Debatten keine Anträge gestellt.

Der Antrag Bundestagsdrucksache 21/4470 hier zum Download!


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