zwd-POLITIKMAGAZIN Nr. 364b : zwd-Debatte: „Der Bundeshaushalt – gerechter durch Gender Budgeting?“

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Gender Budgeting lässt sich gut aussprechen, die Umsetzung ist schwieriger – jedenfalls auf Bundesebene. Stellung nehmen zu unserer Frage mochten weder die angefragten Unions- und FDP-Abgeordneten noch der stellvertretende Vorsitzende des Haushaltsausschusses (SPD). Doch entziehen wird sich die Bundesregierung mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) diesem Instrument des Gender Mainstreaming nicht. Bundestagsfraktionen, Frauenverbände und Institutionen werden auf die Aufstellung eines geschlechtersensiblen Haushalts hinarbeiten. mehr...

Dagmar Schlapeit-Beck - Bild: zwd

30 JAHRE SPD-QUOTENBESCHLUSS : Von der Alibi- zur Quotenfrau

Vor 30 Jahren, am 30. August 1988 fasste die SPD auf ihrem Bundesparteitag in Münster den wegweisenden Beschluss einer 40-Prozent-Geschlechterquote. Daraufhin zogen immer mehr Sozialdemokratinnen in die Parlamente ein. 1988 lag der Frauenanteil in der SPD-Bundestagsfraktion noch bei 16 Prozent, heute bei 41,8 Prozent. Eine ganze Generation von SPD-Politikerinnen profitierte von diesem Beschluss. Erstritten wurde die Quote in der SPD von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, allen voran von ihrer damaligen Vorsitzenden Inge Wettig-Danielmeier. mehr...

Dr. Joachim Lohmann schreibt regelmäßig für das zwd-POLITIKMAGAZIN.

DR. JOACHIM LOHMANN : Die Politik will hierarchische Ausbildung restaurieren, statt die gymnasiale Oberstufe und die tertiäre Bildung für alle zu öffnen

Der Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2018“ ist für den Präsidenten der Kultusministerkonferenz Helmut Holter (Linke) „ein Spiegel, der der Politik vorgehalten wird“. Der Bericht biete eine klare Analyse der Stärken, aber erst recht der Schwächen des deutschen Bildungssystems. Die Verfasser des Bildungsberichts – immerhin die Prominenz der Bildungsforscher in Deutschland – sprechen von Herausforderungen und erwähnen die Strukturprobleme an erster Stelle, bleiben aber im Allgemeinen: „Die Veränderungen der Rahmenbedingungen verlangen aber zugleich nach Anpassungen und strukturellen Umbaumaßnahmen innerhalb des Bildungssystems.“ mehr...

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zwd-POLITIKMAGAZIN Nr. 362 : zwd-Debatte: „Ist eine Kita-Pflicht die Basis für Chancengleichheit in der Bildung?“

Die Zahl der betreuten Kinder wächst – bei den Drei- bis Sechsjährigen um 41.500 auf 2,4 Millionen Kinder (93,6 %), so das Familienministerium in einer Pressemitteilung vom 22. Juni. Doch trotz dieser Steigerung fallen 164.103 Kinder aus dem Kita-Netz heraus. Werden sie die Schule mit den gleichen Chancen beginnen wie die Kita-Kinder oder brauchen wir eine Kita-Pflicht? Denn „in der Kita [...] werden die Weichen gestellt für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit“, wie Ministerin Franziska Giffey (SPD) betonte. mehr...