Nach Auffassung der Kommission funktioniert eine Qualitätsverbesserung des Schulsystems nur dann, wenn die Datennutzung der verschiedenen Akteure wie Lehrkräfte, Schulleitungen und Schulaufsichten ineinandergreift und eine Kultur des Hinschauens auf allen Ebenen verankert werde: „Wenn man Lehrkräften mindestens alle zwei Jahre Daten aus zentralen Lernstandserhebungen zur Verfügung stellt und diese mit Fördermaterialien und Fachberatung verknüpft, können datengestützte Unterrichtsentwicklung und adaptive Lernförderung gelingen.“ Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und der Bildungsministerkonferenz, die bayerische Kultusministerin Anna Stolz (CSU) formulierte in einer Stellungnehme dazu den Leitsatz „Wir müssen von Daten zu Taten kommen.“ Daran zu arbeiten, sei auch die gemeinsame Aufgabe aller Länder“.
Prof. Dr. Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der SWK und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin, welche die Erstellung des Gutachtens koordiniert hat, nannte als Zielmarke: „Unser Ziel ist es, die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards nicht erreichen, deutlich zu verringern.“ Prof. Dr. Olaf Köller, Co-Vorsitzender der SWK und Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), der sich besonders mit dem Systemmonitoring beschäftigt hat, ergänzte mit dem Rat an Länder und Bund, die nationalen und internationalen Schulleistungsstudien weiterzuentwickeln und die Bildungsberichterstattung zu verstetigen. Die (SWK) als unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der KMK plädiert außerdem für eine systematische Nutzung valider Daten auf den verschiedenen Ebenen des Systems der Frühen Bildung, weil das entscheidend zur Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität beitragen könne.