NATIONALER BILDUNGSBERICHT 2026 : Der erste Schulabschluss entscheidet vieles, aber nicht alles

15. Juni 2026 // Redaktion

Der Nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ , der heute in der Bundespressekonferenz präsentiert wurde, schließt sich nahtlos an die Befunde der vorangegangenen zehn Berichte an: Nach wie vor besteht ein Kernproblem des Bildungswesens in Deutschland in „Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft“. Dazu ist in dem von Bund und Länder gemeinsam mit dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation vorgestellten Bericht ein eigenes Kapital gewidmet. Konstatiert wird zum Lebensverlauf der Heranwachsenden allerdings auch konstatiert, dass der erste Schulabschluss zwar vieles entscheidet, „aber nicht alles“.

Der 11. Nationale Bildungsbericht wurde gemeinsam von Kai Maaz (DIPF) und Bundesministerin Karin Prien sowie der Berliner Senatorin Katharina Günther-Wünsch vorgestellt
Der 11. Nationale Bildungsbericht wurde gemeinsam von Kai Maaz (DIPF) und Bundesministerin Karin Prien sowie der Berliner Senatorin Katharina Günther-Wünsch vorgestellt

Das Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) verantwortet im Bericht das Kapitel I und nutzt dafür Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), der größten Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland. Das Resümee (Wortlaut aus einer Institutsmitteilung):

"Der erste Schulabschluss entscheidet vieles, aber nicht alles

„Auf den zunächst erreichten Schulabschluss folgen häufig typische Bildungs- und Erwerbsverläufe. Gleichzeitig zeigen Längsschnittdaten, dass diese Verläufe nicht festgelegt sind, sondern sich – in Abhängigkeit vom Schulabschluss – auch flexible weitere Bildungswege und Möglichkeiten zeigen. So sind bei 89 % der Jugendlichen mit Mittlerem Schulabschluss Wege typisch, die durch Berufsausbildung und Erwerbstätigkeit geprägt sind – zum Teil mit Verzögerung. Mehr als 10 % der Jugendlichen mit Mittlerem Schulabschluss gehen jedoch auch Wege, die in ein (Fach-) Hochschulstudium münden. Eine deutlich höhere Vielfalt an Bildungs- und Erwerbsverläufen findet sich vor allem bei Jugendlichen, die die Schule mit der (Fach-)Hochschulreife verlassen haben.“

Quelle: LIfBi https://www.lifbi.de/de-de/Start/Aktuelles-Medien/...

Nationaler Bildungsbericht: https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte...

Ausführlich im zwd-POLITIKMAGAZIN, Digitalausgabe 4-2026 mit dem Themenschwerpunkt "Der Sound der Bildungsstudien".

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