In der per Livestream übertragenen Rede gab Merz zu, früher selbst nicht gern zur Schule gegangen zu sein. Er stelle jedoch fest, dass es ihn motiviere, Schulen zu besuchen. Der Kanzler versprach, sich wieder mehr dafür engagieren. In ihrer Replik sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern, ihre Organisation freue sich natürlich über die anerkennenden Worte des Kanzlers zu der Arbeit von Lehrkräften. Sie erwarte von ihm und den Ländern jetzt eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive sowie deutliche Investitionen in die Bildungsqualität. Finnern erinnerte unter Hinweis auf die jüngste OECD-Veröffentlichung „Bildung auf einen Blick“, dass In Deutschland der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt mit 4,4 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 4,7 Prozent liege.
Der Kultusministerkonferenz hielt die GEW-Vorsitzende vor, , sie habe die Teilnahme an der OECD-Lehrkräftebefragung Teaching and Learning International Survey (TALIS) seit 2006 verweigert. Deshalb existierte über die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in Deutschland kein internationaler Vergleich. Sie forderte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) und die Länder auf, endlich bei der entsprechenden Untersuchung TALIS mitzumachen.
OECD:
Die OECD-Veröffentlichung „Education at the Glance 2026“ („Bildung auf einen Blick“ legt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf den Lehrermangel und untersucht dessen Auswirkungen in verschiedenen Ländern sowie mögliche Lösungsansätze für die Bildungssysteme. Seine Kernkapitel sind überschrieben:
1. Lehrermangel ist ein weit verbreitetes Problem.
2. Die Bildungssysteme verfügen über Instrumente, um das Angebot an Lehrkräften zu erhöhen.
3. Der Lehrermangel spiegelt einen umfassenderen Druck auf den Arbeitsmarkt wider.
4.Sinkende Einschreibungszahlen werden den Mangel nicht automatisch beheben.
5.Sich verändernde Arbeitsmärkte stellen uns vor Herausforderungen, die über den Lehrermangel hinausgehen.
Der Link zur deutschsprachigen Zusammenfassung: https://www.oecd.org/en/publications/education-at-...
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