Bildungsgewerkschaft zur geplanten Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
Bei dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) vorgelegten Referentenentwurf für eine Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes handele es sich „im Kern um eine verwässerte Kopie des 2024 krachend gescheiterten Gesetzentwurfs der damaligen Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP). Schlimmer noch, findet die über den Entwurf enttäuschte Bildungsgewerkschaft GEW: ‚Berechenbare Perspektiven für Postdocs durch Dauerstellen oder wenigstens eine Verpflichtung zu Anschlusszusagen nach einer Übergangsfrist sind überhaupt kein Thema mehr – obwohl erst vor knapp einem Jahr der Wissenschaftsrat, in dem auch das BMFTR mit Sitz und Stimme vertreten ist, deutlich mehr Dauerstellen neben der Professur gefordert hat“. GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller kommentierte den Referentenentwurf mit der Bewertung, wenn es nach Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gehe, sollten Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiterhin auch promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler „nach Belieben heuern und feuern" können. Keller zog den Vergleich zu dem Entwurf der vorangegangenen Bundesregierung von SPD, Grünen und FDP: ‚‚Ampel light“ sei ‚‚kein Rezept gegen Befristungsmissbrauch in der Wissenschaft.“