NIEDERSACHSEN : Neue Chef*innen im Frauen-, Kultus- sowie Wissenschaftsministerium

17. November 2017 // Hannes Reinhardt

Nach vergleichsweise kurzen Verhandlungen steht in Niedersachsen die Große Koalition aus SPD und CDU. Einige Ressorts bekommen damit eine*n neue Hausherr*in.

Bilder: spdfraktion.de; spd-landkreis-nienburg.de; cdu-landesverband-oldenburg.de (v.l.n.r.)
Bilder: spdfraktion.de; spd-landkreis-nienburg.de; cdu-landesverband-oldenburg.de (v.l.n.r.)

zwd Hannover. Nach dem Rückzug der bisherigen Ministerinnen Cornelia Rundt (Frauen) und Frauke Heiligenstadt (Kultus, beide SPD) sowie dem Ausscheiden der Grünen aus der Regierung (Gabriele Heinen-Kljajić, Wissenschaft) stehen nun die neuen Leiter der drei Ressorts fest.

Frauenministerin wird die Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Carola Reimann (SPD). Im Jahr 2000 war Reimann in den Bundestag nachgerückt, konnte bei den darauffolgenden Wahlen aber stets das Mandat in ihrem Wahlkreis gewinnen. Die 50-jährige promovierte Biotechnologin war zuletzt stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und dort unter anderem unter anderem für das Themenfeld Soziales zuständig.

Als Nachfolger Heiligenstadts im Kultusministerium entschied sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für seinen Parteikollegen Grant Hendrik Tonne. Der 41 Jahre alte Rechtsanwalt aus Nienburg hatte bei der Wahl am 15. Oktober sein Landtagsmandat verloren: In seinem Wahlkreis siegte sein CDU-Gegenkandidat, und im Gegensatz zu 2008 und 2013 hatte die Liste der Sozialdemokraten nicht gezogen.

Zuständig für das Wissenschaftsressort ist künftig der Oppositionsführer der letzten Legislaturperiode, Björn Thümler (CDU). Bei der Wahl verlor der Historiker und Politikwissenschaftler aus der Wesermarsch sein Direktmandat an den SPD-Konkurrenten, zog jedoch über die Landesliste erneut in den Landtag ein, in dem er seit 2003 vertreten ist.

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