Viele Frauen befürchten, dass die geplante Rentenreform sie nicht ausreichend berücksichtige. Das geht aus einer Umfrage von „Investforwomen“, einer nach eigener Darstellung unabhängigen Investment-Beratungsgesellschaft für Frauen mit Sitz in Kiel hervor. 69 Prozent von 1.257 befragten Frauen befürchten, dass das Rentensystem die Folgen von Teilzeit für Frauen nicht ausreichend berücksichtigt. 59 Prozent befürchten, dass Frauen bei der Rentenreform nicht genügend berücksichtigt werden.
Die Umfrage beansprucht allerdings nicht, repräsentativ erhoben zu sein. Sie stützt sich auf Kund:innen-Befragungen und Social-Media-Follower. Danach gab jede vierte von zehn Frauen an, durch die Rentendebatte verunsichert zu sein und nicht zu wissen, welche Schritte sie für ihre eigene Altersvorsorge unternehmen sollten. Weitere Zahlen zeigen, dass 61 Prozent der befragten Frauen befürchten, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird. 51 Prozent sehen finanzielle Nachteile durch Teilzeit oder Familienphasen, 46 Prozent sorgen sich, nicht ausreichend Vermögen für das Alter aufbauen zu können.72 Prozent fordern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 67 Prozent eine bessere Absicherung von Teilzeitbeschäftigten und 69 Prozent eine stärkere Anerkennung von Care-Arbeit. 68 Prozent wünschen sich, wie Jenny Walter, Gründerin und Geschäftsführerin von Investforwomen hervorhebt, eine bessere Absicherung im Alter und 23 Prozent mehr Unterstützung beim privaten Vermögensaufbau. Andererseits betrachten 63 Prozent Minijobs als wichtige Möglichkeit sehen, Familie, Pflege und Beruf miteinander zu verbinden, ohne dabei die Folgen für die Alterssicherung aus dem Auge zu verlieren. Auch ohne repräsentativ zu sein, decken sich die Ergebnisse überwiegend mit anderen Befragungen von Meinungsforschungsinstituten wie z.B. Infratest dimap (Quelle: t-online - https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/in...). Danach sind laut dem am 2. Juli veröffentlichten "Deutschlandtrend" der ARD sind nur 35 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Reform dazu geeignet ist, die Alterssicherung in Deutschland für die Zukunft stabiler zu machen. 52 Prozent glauben das nicht. Die Befragungsergebnisse wurden allerdings nicht geschlechterdifferenzierf veröffentlicht.