DEUTSCHER FRAUENRAT ZU RENTENREFORM-VORSCHLÄGEN : Unionsvorschlag ist „​fauler Kompromiss auf Kosten von Frauen"

22. Oktober 2026 // Redaktion (ig)

Mit ihrem Vorschlag, Pflege- und Erziehungszeiten beim vorzeitigen abschlagsfreien Renteneintritt auszuklammern, verkennt die Union Lebensleistungen und -realitäten von Frauen. Nach Auffassung des Vorstandsmitgliedes des Deutschen Frauenrates (DF) Dr. Heide Mertens wäre dieser Vorschlag gleichbedeutend mit einem „weiteren Bonusprogramm für Männer, die ihren Frauen unbezahlte Sorgearbeit überlassen“. Es zeuge von Ignoranz gegenüber dem Wert dieser unverzichtbaren Arbeit und der höheren Armutsbetroffenheit unter Rentnerinnen.

Rentendebatte: Lücklenlose Erwerbsbiografie mit Folgen

DF-Vorstandsmitglied Mertens machte darauf aufmerksam, dass die sogenannte Rente mit 63 vor allem von Männern mit lückenloser Erwerbsbiografie genutzt werde. Deren Biografie sei meist nur deshalb lückenlos, weil sich Ehefrauen um Kinder, Angehörige und Haushalt gekümmert hätten.

Die Spitzenorganisation der Frauenverbände plädiert für eine Alterssicherung, die den Lebensstandard sichert und Altern in Würde ermöglicht. Dazu zählt der DF auch die Möglichkeit eines früheren Renteneintritts bei besonders belastenden Berufen wie z.B. in der Pflege und der Erhalt der Anerkennung unbezahlter Sorgearbeit. Der Frauenrat behartrt darauf, dass die Lebenswirklichkeiten von Frauen in der Reformdebatte systematisch berücksichtigt werden.

Der Deutsche Frauenrat hat dazu ein Forderzungspapier verfasst, das hier zum Download zur Verfügunmg steht: Forderungspapier des Deutschen Frauenrats für eine geschlechtergerechte Alterssicherung.

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