: Wohnungsnot von Studierenden: Bund und Länder in der Pflicht zu kooperieren

15. Januar 2018 // Redaktion

Seit Jahren werden die Studienkapazitäten in Deutschland massiv ausgebaut. Die Zahl an bezahlbaren Wohnangeboten wächst jedoch nicht annähernd mit. Das Deutsche Studentenwerk forderte Bund und Länder nun erneut zum Handeln auf.

AKTUELLES


DIE SPD NACH IHREM BUNDESPARTEITAG

An der Spitze nun Geschlechterparität

zwd Berlin (ig/ds/no). Die SPD geht in die Sondierungsgespräche mit CDU und CSU mit einem klar umrissenem 11 Punkte umfassenden Auftrag. Neben dem Beschluss „Unser Weg in ein modernes und gerechtes Deutschland“ hat der SPD-Bundesparteitag vom 7. bis 9. Dezember in Berlin zugleich die Weichen für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Parteigremien gestellt.

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11 ESSENTIALS FÜR DIE SONDIERUNGSGESPRÄCHE MIT CDU UND CSU

„Unser Weg. Für ein modernes und gerechtes Deutschland“

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FRAUEN & GLEICHSTELLUNG


zwd-INTERVIEW: ELKE FERNER (ASF)

„Wir müssen das Erreichte verteidigen”

zwd Berlin (ds/ig). Im Gespräch mit dem zwd-POLITIKMAGAZIN spricht die scheidende Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, über ihren Kampf für mehr Frauen in der Politik, den Stellenwert der Frauenpolitik in der SPD sowie über ihre persönliche Zukunft.

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19. DGB-BUNDESFRAUENKONFERENZ

Gewerkschaftsfrauen pochen auf mehr Teilhabe in der eigenen Organisation

zwd Berlin (ri/ig). In den Gewerkschaften, die traditionell eher männerdominiert waren, rumort es gewaltig. Beim nächsten Bundes-kongress des DGB, der Dachorganisation der acht Einzelgewerkschaften, steht eine Frauenquote auf der Agenda. Ausgestattet mit einem klaren Votum der 19. DGB-Bundesfrauenkonferenz muss sich das Parlament der Arbeit zu der Frage bekennen, ob Frauen mindestens entsprechend dem Anteil der weiblichen Mitglieder in den Einzelgewerkschaften in Führungspositionen vertreten sein werden.

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Feminisierung der Arbeitswelt – aber wie?

zwd Berlin (ri). Sind Gewerkschaften für die Feminisierung der Arbeitswelt gut genug aufgestellt und was muss getan werden, damit Gewerkschaften als Ansprechpersonen und Interessenvertretungen in der Digitalisierung wahrgenommen werden? Über diese Fragestellung diskutierten Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied bei ver.di, Ulrike Laux, Bundesvorstandsmitglied der IG BAU und DGB-Chef Reiner Hoffmann auf der 19. DGB-Bundesfrauenkonferenz.

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Beschlüsse: DGB-Frauen nehmen Gesetzgeber, Betriebe und die eigenen Gewerkschaften in die Pflicht

zwd Berlin (ri). In einem Leitantrag haben die DGB-Frauen beschrieben, wie sie sich geschlechtergerechte Arbeit vor-stellen. Kernfelder sind dabei Bildung, Weiterbildung, Arbeitsmarkt, Arbeitsbedingungen und Forschung. Der Antrag enthält einerseits Anforderungen an den Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene, andererseits Anforderungen an Arbeitgeber*innen und richtet sich nicht zuletzt auch an die betriebliche Interessenvertretungen.

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BUNDESTAGS-HAUPTAUSSCHUSS

Nur wenige Parlamentarierinnen dürfen bislang mitbestimmen

zwd Berlin (hr/ig). Bis zur Einsetzung der Ausschüsse – voraussichtlich Anfang Februar – findet die parlamentarische Arbeit des Bundestages derzeit nahezu ausschließlich im Hauptauschuss statt. Ein Blick auf die dortigen Mitglieder zeigt: Frauen sind wiederum deutlich unterrepräsentiert.

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zwd-INTERVIEW: DR. GABRIELE ANDRETTA (SPD)

„Meine Wahl ist ein Zeichen der Ermutigung”

zwd Hannover (ds). Erstmals in der 71-jährigen parlamentarischen Geschichte des Landes Niedersachsen ist eine Frau an die Spitze des Landtags gerückt. Das Parlament wählte am 14. November einstimmig die Göttinger SPD-Politikerin Dr. Gabriele Andretta zur ersten Landtagspräsidentin in Hannover. Die Sozialwirtin gehört dem Parlament seit 1998 an und war zuletzt Vizepräsidentin des Landtags

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AUS DEN LÄNDERN

Nachrichtenüberblick Frauen & Gleichstellung

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METALL-TARIFRUNDE 2018

Juristinnenbund: „Gut so, IG Metall“

zwd Frankfurt (ig). Die diesjährige Tarif-runde in der Metall- und Elektrobranche steht unter dem Motto „Miteinander für morgen“. Die IG Metall will eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent erreichen – und eine Wahloption bei der Arbeitszeit, die eine beachtliche familien- und gleichstellungspolitische Weichenstellung auslösen würde.

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DIW-STUDIEN

Große Einkommensungleicheit, riesige Rentenlücke: Frauen ziehen den Kürzeren

zwd Berlin (ri). Frauen erzielen nur ein Drittel des gesamten Einkommens in Deutschland und verdienen bei den Stundenlöhnen rund ein Fünftel weniger als Männer. Die Lohnlücke bei Verkäufer*innen, Bankfachleuten und Buchhalter*innen ist sogar noch höher als der durchschnittliche Gender Pay Gap. Zu diesen Ergebnissen kommen drei Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die kürzlich im DIW-Wochenbericht veröffentlicht wurden.

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FRAUEN & GESUNDHEIT


WERBUNG FÜR SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH

Showdown im Bundestag: Parlamentarische Mehrheit gegen den § 219a?

zwd Berlin (ds/ri). Der Bundestag wird voraussichtlich im Januar über die Abschaffung des § 219a debattieren. Dem Plenum liegen Gesetzentwürfe der SPD und der Linken vor, die auf eine Aufhebung der bestehenden Regelung zielen. Auch die Grünen sind dafür. Zudem gibt es im Bundesrat eine entsprechende Initiative der Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg und Thüringen. Zustimmung signalisierte auch die Bundesärztekammer. Die FDP zögert noch: Sie möchte eher abmildern statt abschaffen. Die Unions-Fraktion beharrt auf der bestehenden Regelung.

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zwd-INTERVIEW: PROF.´IN INGRID MÜHLHAUSER (AKF)

„Das Wohl der Patient*innen muss wieder an erster Stelle stehen“

zwd Berlin (ri). Prof.´in Dr. med. Ingrid Mühlhauser, neugewählte Vorsitzende des Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF), fordert eine Neugestaltung der Pflegeberufe. Das Wohl der Patient*innen müsse wieder an erster Stelle stehen. Im Gespräch mit dem zwd-POLITIKMAGAZIN spricht sie außerdem über zukünftige Schwerpunkte des AKF sowie ihre persönlichen Arbeitsschwerpunkte der Evidenzbasierten Medizin.

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INTERNATIONALES


  • EU-Bericht zu Frauen und Klimawandel
  • EU-Aktionsplan zum Abbau des Gender Pay Gaps
  • Gleichstellungspolitische Maßnahmen in den Fokus der Asylpolitik

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BILDUNG & WISSENSCHAFT


WOHNUNGSNOT VON STUDIERENDEN

„Kopf braucht Dach”

zwd Berlin (hr). Immer mehr Abiturient*innen strömen an die deutschen Hochschulen. Die Plätze in den Wohnheimen reichen jedoch bei Weitem nicht aus. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fühlt sich von Bund und Ländern alleingelassen.

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HOCHSCHULSTÄDTESCORING

Nur im Osten ist noch Platz

zwd Berlin (hr). Aufgrund fehlender Wohnheimkapazitäten hat sich die Wohnsituation für Studierende auf dem freien Markt im Jahr 2017 noch einmal verschlechtert. Lediglich in kleineren Universitätsstädten in den neuen Bundesländern ist die Lage etwas entspannter.

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UNKLARE MEHRHEITSVERHÄLTNISSE

Abschaffung des Kooperationsverbotes in der Warteschleife

zwd Berlin (hr). Nur Union und AfD wollen die Kompetenzen in der Bildungspolitik in den Händen der Länder belassen – doch solange die Regierung nicht gebildet ist, versauert die Frage der Abschaffung des Kooperationsverbotes als Linken-Antrag im Hauptausschuss des Bundestages..

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SCHULISCHE INTEGRATION

Ein Brennglas für das deutsche Schulsystem

zwd Bremen (bu). Für eine erfolgreiche Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher in das deutsche Schulsystem sind mehr Investitionen und mehr Lehrkräfte notwendig. Das ergab die Studie „Opportunities and Hope Through Education“, die am Exempel des Bundeslands Bremen die bestehenden Integrationsverfahren an deutschen Schulen untersucht hat. Demnach müssen eingewanderte Schüler*innen mithin sogar Monate auf einen Platz in einer Regelklasse warten.

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IGLU 2016

Lesekompetenzen stagnieren, soziale Spaltung steigt

zwd Berlin (hr). Alarmierende Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU): Fast jede*r fünfte Grundschüler*in in Deutschland kann am Ende der vierten Klasse kaum lesen. Zugleich hat sich die Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in den vergangenen Jahren weiter verstärkt.

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21. BAFÖG-BERICHT

Entscheidung über Reform wird vertagt

zwd Berlin (hr). Das BAföG hat für die Gewährleistung von Chancengleichheit in der Bildung zentrale Bedeutung – über eine Erhöhung der Fördersätze soll jedoch die künftige Bundesregierung entscheiden.

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AUS DEN LÄNDERN

Nachrichtenüberblick Bildung & Wissenschaft

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KULTUR & GESELLSCHAFT


HILDA LÜHRIG-NOCKEMANN

Ein Allgemeines Soziales Jahr als Bestandteil der Schulpflicht

zwd Berlin. Ein Allgemeines Soziales Jahr – verpflichtend für alle – hat Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, zum 150. Bethel-Jubiläum gefordert. Anfang Juni 2017 hatte er das Projekt und das Buch „Ein Ja muss sein. Plädoyer für ein allgemeines Soziales Jahr in Deutschland und Europa“ in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz vorgestellt

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FREIWILLIGES EUROPÄISCHES SOZIALJAHR

Im Ausland nur für exklusiven Zirkel

zwd Berlin (no). Anlässlich des 20. Jubiläums des Europäischen Freiwilligendienstes (EFDJ) hatte das Europäische Parlament am 27. Oktober 2016 eine Entschließung (2016/2872(RSP)) verabschiedet. Adressat*innen waren neben dem Europäischen Rat und der EU-Kommission die Regierungen und Parlamente der Mitgliedsstaaten, also in Deutschland nicht nur die Bundesregierung, sondern auch der Bundesrat und der Bundestag. Im Berliner Reichstag ist die Entschließung angekommen (Drs. 18/10449) und vom Bundestagsplenum vier Wochen später pflichtgemäß an die zuständigen Bundestagsausschüsse überwiesen worden, wo die Drucksache seitdem schmort. Da sie dort nicht abschließend behandelt wurde, müsste sie nun erneut auf die Agenda des Parlaments gesetzt werden.

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DEBATTE

„Muss die Idee eines verpflichtenden Jahres für Jugendliche auf europäische Füße gestellt werden?“

Mit Beiträgen von

  • Dr. Wiebke Esdar (SPD) und Julius Wentland, FSJ’ler
  • Gyde Jensen (FDP)
  • Norbert Müller (Linke)
  • Evelyne Gebhardt (SPD), Fraktion der S&D
  • Dr. Helga Trüpel (Grüne), Fraktion der EFA
  • Dennis Radtke (CDU), EVP-Fraktion

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EINLADUNG ZUR DEBATTE

Ist die gebundene Ganztagsschule das Zukunftsmodell, das Schüler*innen ein Höchstmaß an Chancengleichheit bietet?

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CHANCEN.GLEICHHEIT & POLITIK


FACHTAGUNG

Chancengleichheit 2025 – Bilanz & Perspektiven

zwd Berlin (ig). Das 30-jährige Jubiläum der Gesellschaft Chancengleichheit e.V. war Anlass für eine gemeinsame Tagung mit der SPD-Bundestagsfraktion am 27. November 2017 im Berliner Reichstagsgebäude. Unter dem Tagungsthema „Chancengleichheit 2025“ wurden die bisherigen Resultate der Bildungsreformen und der Politik für Geschlechtergleichstellung bilanziert und Zu­kunftsperspektiven formuliert.

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KALENDER / DER zwd IM INTERNET


Nachrichten von www.zwd.info - BILDUNG & WISSENSCHAFT / KULTUR & GESELLSCHAFT: Seite 32

Nachrichten von www.zwd.info - FRAUEN & GLEICHSTELLUNG / FRAUEN & GESUNDHEIT: Seite 45


AUS DER HAUPTSTADTREGION


  • AUSSTELLUNG: Welcome to Jerusalem
  • VERSÖHNUNG: Aufruf zu Polen-Denkmal
  • DOPPELHAUSHALT: 2.000 neue Ateliers geplant

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NAMEN SIND NACHRICHTEN


  • Prof.’in Monika Grütters
  • Sawsan Chebli
  • Prof.´in Andrea Möller
  • Anastassiya Dranchuk

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