Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Irene Mihalic erklärte dazu gegenüber dem zwd-POLITIKMAGAZIN: „Die Absetzung der Vereinbarten Debatte zum Internationalen Frauentag kam für uns überraschend. Angesichts der Bedeutung des Themas hätte es aus unserer Sicht nahegelegen, die aktuellen gleichstellungspolitischen Herausforderungen bereits im Vorfeld des 8. März im Bundestag zu beraten – und nicht erst im Nachgang. Wir arbeiten weiter parlamentarisch aktiv an Gleichstellungsfragen, wie auch mit unserem Antrag zur Gleichstellung von Frauen in der Landwirtschaft. Fragen der Gleichstellung und Selbstbestimmung sollten weiterhin breit im Parlament beraten werden – auch nach dem 8. März.“
Die Grünen hatten im Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag 2026 dem Bundestag einen Antrag mit der Überschrift „Sichtbar, stark und beteiligt - Gleichstellung von Frauen in der Landwirtschaft sicherstellen“ zugeleitet. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, gezielt Frauen als Betriebsleiterinnen, Hofnachfolgerinnen, Existenzgründerinnen und Leitungspersonen zu fördern und dazu rechtliche Beratung, bestehende Informations-, Weiterbildungs-, Coaching-, oder Netzwerkangebote sowie Förder- und -Finanzierungsmöglichkeiten für Frauen zu verstetigen und auszubauen. Zudem solle der Bund gemeinsam mit den Ländern, den Versicherungsträgern und landwirtschaftlichen Verbänden tragfähige Lösungen erarbeiten, um Lücken in der Beschäftigung, der Versorgung oder Inanspruchnahme bestehender Angebote zu identifizieren und zu schließen. Die Grünen fordern Maßnahmen, um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen zu stärken, insbesondere mit Blick auf die Absicherung im Alter, in Fällen von Trennung und Scheidung, bei Beschäftigungsmodellen in Voll- und Teilzeit, sowie rund um Schwangerschaft und Mutterschutz.
Der Antrag Bundestagsdrucksache 21/4470 hier zum Download!