FidAR: WoB-INDEX | DIW MANAGERINNEN-BAROMETER : ​Mehr Frauen in Führungspositionen: Kein Selbstläufer

16. Januar 2026 // Redaktion (ig)

Die seit Jahren engagierte Vereinigung "Frauen in die Aufsichtsräte" (FidAR) schlägt Alarm. Ihre diese Woche veröffentlichten Zahlen des Woman-on-Board-Indexes (WOB) zeigen an, dass der Frauenanteil in den Vorständen rückläufig ist.

Er sinkt im Januar 2026 auf 19,2 Prozent (im Vergleichsmonat 2025 waren es 20,6 %). Auch in den Aufsichtsräten ist er im Januar 2026 mit 37,1 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres leicht rückläufig (Januar 2025 waren es 37,3 %). Einen ähnlichen Trend sieht das DIW Managerinnen-Barometer. Damit wächst der Druck auf die Bundesregierung zu einer weiteren Reform des Führungspositionengesetzes.

FidAR sieht in den veröffentlichten Zahlen ein klares Warnsignal: „Der Aufwärtstrend ist gestoppt.“ Das zeige: „Wo Verbindlichkeit fehlt, droht Rückschritt.“ Selbst im DAX-40 gehe es kaum noch voran. Nach FidAR-Angaben belegt auch das DIW-Managerinnenbarometer, das diese Woche veröffentlicht wurde. Es kommt zu einem vergleichbaren Ergebnis: „Fortschritte sind möglich, aber nie Selbstläufer“.

Oktober 2025: Bundesregierung reklamierte Fortschritte

Anlässlich der Veröffentlichung der 9. Jährlichen Information der Bundesregierung über die Entwicklung des Frauenanteils in Führungsebenen und in Gremien der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes sowie der Unternehmen mit unmittelbarer Mehrheitsbeteiligung des Bundes am 15. Oktober vergangenen Jahres hatte Bundesfrauenministerin Karin Prien einen gegenteiligen Trend herausgestellt und Fortschritte bei der Gleichstellung konstatiert: Danach sei der Frauenanteil in Führungspositionen in der Privatwirtschaft, im öffentlichen Dienst, bei Bundesunternehmen sowie in den Gremien des Bundes insgesamt kontinuierlich gestiegen. Prien hatte betont, dass die gesetzlichen Regelungen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen Wirkung zeigten – sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst des Bundes, in Bundesunternehmen und in den Gremien des Bundes.

Dagegen stellt das DIW-Managerinnen-Barometer fest, der Anteil der Vorständinnen stagniere vielerorts gegenüber dem Vorjahr oder sei sogar leicht rückläufig gewesen: der Aufwärtstrend der letzten Jahre bei der Teilhabe von kommt größtenteils zum Halt. Allein Banken und Versicherungen machten dabei eine Ausnahme. Dabei hat laut einer DIW-Zusatzstudie zum diesjährigen Managerinnen-Barometer veranschaulicht, dass Frauen in Führungspositionen Geschlechterstereotypen entgegenwirken könnten.

Quellen: FidAR
DIW Managerinnen-Barometer

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Er sinkt im Januar 2026 auf 19,2 Prozent (im Vergleichsmonat 2025 waren es 20,6 %). Auch in den Aufsichtsräten ist er im Januar 2026 mit 37,1 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres leicht rückläufig (Januar 2025 waren es 37,3 %). Einen ähnlichen Trend sieht das DIW Managerinnen-Barometer. Damit wächst der Druck auf die Bundesregierung zu einer weiteren Reform des Führungspositionengesetzes.

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