FidAR sieht in den veröffentlichten Zahlen ein klares Warnsignal: „Der Aufwärtstrend ist gestoppt.“ Das zeige: „Wo Verbindlichkeit fehlt, droht Rückschritt.“ Selbst im DAX-40 gehe es kaum noch voran. Nach FidAR-Angaben belegt auch das DIW-Managerinnenbarometer, das diese Woche veröffentlicht wurde. Es kommt zu einem vergleichbaren Ergebnis: „Fortschritte sind möglich, aber nie Selbstläufer“.
Oktober 2025: Bundesregierung reklamierte Fortschritte
Anlässlich der Veröffentlichung der 9. Jährlichen Information der Bundesregierung über die Entwicklung des Frauenanteils in Führungsebenen und in Gremien der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes sowie der Unternehmen mit unmittelbarer Mehrheitsbeteiligung des Bundes am 15. Oktober vergangenen Jahres hatte Bundesfrauenministerin Karin Prien einen gegenteiligen Trend herausgestellt und Fortschritte bei der Gleichstellung konstatiert: Danach sei der Frauenanteil in Führungspositionen in der Privatwirtschaft, im öffentlichen Dienst, bei Bundesunternehmen sowie in den Gremien des Bundes insgesamt kontinuierlich gestiegen. Prien hatte betont, dass die gesetzlichen Regelungen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen Wirkung zeigten – sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst des Bundes, in Bundesunternehmen und in den Gremien des Bundes.
Dagegen stellt das DIW-Managerinnen-Barometer fest, der Anteil der Vorständinnen stagniere vielerorts gegenüber dem Vorjahr oder sei sogar leicht rückläufig gewesen: der Aufwärtstrend der letzten Jahre bei der Teilhabe von kommt größtenteils zum Halt. Allein Banken und Versicherungen machten dabei eine Ausnahme. Dabei hat laut einer DIW-Zusatzstudie zum diesjährigen Managerinnen-Barometer veranschaulicht, dass Frauen in Führungspositionen Geschlechterstereotypen entgegenwirken könnten.
Quellen: FidAR
DIW Managerinnen-Barometer
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