18. März 2026
(red).
Frauenrechte sind weltweit bedroht. Wirkliche Gleichstellung hat bisher noch kein Land erreicht, Frauen können nicht überall ihre Rechte einfordern. Vereinbaren von Beruf und Familie, ungleich verteilte Sorgearbeit, geschlechtsbezogene Lohnlücken und funktionierender Gewaltschutz stellen in der Bundesrepublik weiterhin Herausforderungen dar. Anlässlich der vereinbarten Debatte zum Internationalen Frauentag, die am Donnerstag im Bundestag staatfindet, bietet das aktuelle ZWDigital einen Reader mit Kommentaren und Stellungnahmen von Bundestags-Fraktionen, Frauenvereinen und Gewerkschaften. mehr...
12. März 2026
(red/ig).
Der Bundestag wird am 19. März in erster Lesung den vom Bundeskabinett am 21. Januar 2026 beschlossenen Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes (WissZeitV) beraten. Ziel des von der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär (CSU) vorgelegten Gesetzentwurfs ist eine Flexibilisierung des Besserstellungsverbots: Die GEW bleibt bei ihrer Forderung, das WissZeitVG, das laut Koalitionsvertrag bis Mitte 2026 erneut reformiert werden sollte, abzuschaffen. mehr...
11. März 2026
(ig).
Die im Bundestag vorgesehene Debatte aus Anlass des Internationalen Frauentages am 8. März 2026 soll nun am 19. März nachgeholt werden. Das geht aus der auf der Bundestags-Webseite veröffentlichten Tagesordnung für die Plenartage am 18., 19. und 20. März hervor. Als erster Tagesordnungspunkt der 65. Plenarsitzung ist jetzt eine "Vereinbarte Debatte zum Internationalen Frauentag" angesetzt. Die Debatte beginnt um 09:00 Uhr und soll 70 Minuten dauern. Im vergangenen Jahr war die Debatte im Bundestag ausgefallen. mehr...
10. März 2026
(ig).
zwd New York (ticker/ig). UN-Generalsekretär António Guterres hat in seiner Botschaft zum Internationalen Frauentag 2026 vor einem „neuen gefährlichen Trend“ zumAutoritarismus und vor neuenBestrebungen gewarnt, Frauenrechte zunichte zu machen. Auf ihrer 68. Sitzung hat die UN-Frauenrechtskommission mit 37 von 44 stimmberechtigten Staaten eine Resolution zur Sicherung von Frauenrechten durch die Justiz und den Abbau diskriminierender Gesetze verabschiedet, die auch von Bundesfrauenministerin Karin Prien unterstützt wurde. Rednerin war auf der UN-Sitzung war auch die Präsidentin der UN-Vollversammlung Annalena Baerbock. mehr...
10. März 2026
(red/ig).
zwd Stuttgart. Bei der Landtagswahl am 8. März in
Baden-Württemberg haben überproportional mehr Frauen als
Männer den Grünen und ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir zum Wahlsieg
verholfen. Wie aus einer FORSA-Analyse hervorgeht, haben 34 Prozent der
Wählerinnen und 29 Prozent der Wähler für die grüne Partei gestimmt. Mehr
Frauen als Männer machten auch bei SPD und Linken ihr Kreuz (6 bzw. 5% und
5 bzw. 4%). Wäre es nach den Wählerinnen gegangen, hätten die Linken
den Einzug in den Stuttgarter Landtag nicht verpasst. Umgekehrt
war das Verhältnis bei der CDU (29 % Frauen, 31 % Männer), noch eindeutiger
bei der AfD (15% zu 21%). mehr...
9. März 2026
(ug).
Mehrere tausend Menschen haben in Berlin und anderen Städten Erwerbs- und
Sorgearbeit unterbrochen, um zu zeigen, wie unentbehrlich Frauenarbeit
für die Gesellschaft ist. Die 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (UN-FRK)
widmet sich vorrangig gleichem Zugang von Frauen zur Gerechtigkeit. Demokrat:innen und Frauenorganisationen beobachten weltweit Rückschläge
für Gleichstellung. Die Koalition macht sich für mehr Gewaltschutz stark. Grüne, Linke und Deutscher Frauenrat (DF) fordern von der Regierung konkrete Maßnahmen für Frauenrechte. mehr...
7. März 2026
(ug).
Der Bundesrat und ein Bündnis aus Studierenden- und Hochschulgruppen
sowie Gewerkschaften fordern die Bundesregierung auf, die im
Koalitionsvertrag vereinbarte BAföG-Reform rasch umzusetzen. Die Länder beobachten besorgt den Rückgang bei Geförderten-Quoten und die für die Lebenshaltung zu geringe Höhe der Bedarfssätze. Das Bündnis kritisiert, dass sich das Bundeskabinett bisher nicht auf einen Gesetzentwurf
geeinigt hat. Das parlamentarische Verfahren müsse beginnen, damit die Neuerungen ab Wintersemester (WS) 2026/ 27 gelten können. mehr...
6. März 2026
(red).
Ein breites Bündnis aus Studierendenwerken, DGB-Gewerkschaften und
Betroffenenorganisationen hat die Bundesregierung aufgefordert,
schnellstmöglich eine Reform des BAföG auf den Weg zu bringen. Es sieht mit großer Sorge, „dass die im Koalitionsvertrag versprochene BAföG-Novelle
offenbar im Kabinett feststeckt“. Eine rasche parlamentarische
Behandlung der nächsten BAföG-Novelle sei dringlich, damit die
BAföG-Ämter diese Novelle wie geplant zum Wintersemester 2026/2027 – für
das Schüler-BAföG zum Berufsfachschulbeginn 1. August 2026 – umsetzen
könnten und Studierende endlich entlastet würden. mehr...
Wenn diese Ausgabe gedruckt und als pdf unsere Leserschaft erreicht, ist die Frankfurter Buchmesse 2025 schon wieder Geschichte. Mit unserer Berichterstattung über Ehrengastländer der Buchmesse ist es uns seit vielen Jahren wichtig, bildungs-, frauen- und gleichstellungspolitische Themen zu beleuchten. Das gilt auch für den diesjährigen Ehrengast Philippinen, der ein Zitat seines Nationalhelden José Rizal als Motto gewählt hatte; Fantasie beseelt die Luft“. Es steht als Anspruch und Kraftquelle für den Kampf starker Frauen, auch Autorinnen, gegen Unterdrückung und für Freiheit. Unsere Fragestellung will nicht nur den Blick auf das Gastland schärfen, sondern ebenso hinterfragen, welche Erfahrungen und Lernprozesse sich daraus für uns eröffnen können.