zwd Berlin/Frankfurt. Bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2026 hat Bundeskanzler Friedrich Merz den Lehrkräften in Deutschland bescheinigt, wie wichtig sie und die Schulen für eine offene und freiheitliche Gesellschaft seien. An die Lehrerinnen und Lehrer als die „wichtigste Berufsgruppe" gerichtet, sagte der Kanzler wörtlich: „Und jetzt spreche ich nicht als Bundeskanzler, sondern als Vater und Großvater. Wir vertrauen Ihnen das Wertvollste an, das wir haben. Und das sind unsere Kinder.“ Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft reagiert auf die Kanzler-Rede mit der Ankündigung, sie wolle „Kanzler Merz beim Wort nehmen“. mehr...
zwd Berlin. Die Ständige Impfkommission (STIKO)
hat ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert und diese an die aktuelle
epidemiologische Situation und den Immunstatus in der Bevölkerung
angepasst. Künftig wird dallen gesunden Menschen erst ab 75 Jahren eine jährliche Corona-Impfung empfohlen.
Bislang galt die jährliche Impfempfehlung bereits ab 60 Jahren. Die
Impfung sollte einmal pro Saison und möglichst im Frühherbst erfolgen. Bekannt gemacht hat die Empfehlung die Gesunmdheitsministerin von MecklenburgVorpommern Stefanie Drese (SPD). mehr...
14. August 2026
(ug).
Kinder haben ein Recht auf Gewaltschutz – doch die Zahlen bei gefährdetem Kindeswohl sind stark gestiegen.10 Prozent mehr Kinder erlitten 2025 Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt. Gründe sind vielfältig: Überforderung, Konflikte, Stress in Familien. Der Kinderschutzbund (DKSB) plädiert dafür, Kinderschutz als Bestandteil in pädagogischen Studien und Weiterbildungen zu verankern, und zeigt sich besorgt über Sparpläne bei der Kinder- und Jugendhilfe. mehr...
12. August 2026
(ug).
Das Parlament wird im September über den
Regierungsentwurf zur 30. BAföG-Änderung beraten. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär
(Union) hebt das
digitalere, weniger brürokratische Verfahren hervor. Die GEW wirft
der Regierung vor, das Versprechen aus dem Koalitionsvertag nicht
eingehalten zu haben. Die Reform sei begrenzt, verspätet und
beinhalte Sozialabbau. Sie erwartet eine Korrektur bei Förderbeträgen, das Deutsche Studierendenwerk (DSW) eine schnellere Umsetzung. mehr...
10. August 2026
(ug).
Gedenkstätten zur Erinnerung an NS-Verbrechen und an SED-Unrecht sollen im neuen Kulturetat mehr Fördermittel erhalten. Der Staatsminister für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer (BKM, parteilos) unterstützt Projekte und Institutionen mit 10 Millionen Euro mehr und setzt damit die Gedenkstättenkonzeption des Bundes um. Herausforderungen bilden neben Generationenwechsel, digitalem Wandel und verbreiteter Desinformation häufigere rechtsradikale Angriffe auf Einrichtungen. mehr...
6. August 2026
(ug/ig).
Die
Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Richtlinie für gleiche Löhne (ETRL) verstreichen lassen. Die SPD-Fraktion kritisiert, dass trotz
unverändert hoher Lohnlücke noch immer kein Entwurf vorliegt. Die Richtlinie wäre eine Chance, den Gender Pay Gap zu verringern. Bundesfamilienministerin Karin Prien (Union) möchte bürokratieärmere Regelungen. Gewerkschaften
und Sozialverbände fordern die Regierung zum Handeln auf. Viele EU-Staaten haben schon Gesetze erarbeitet. mehr...
5. August 2026
(ig).
zwd Berlin/München. Trotz nachhaltigem Werben von CSU-Chef Markus Söder und dem Eintreten bayerischer SPD-Politiker:innen wird es für
die auch außerhalb ihrer Partei angesehene CSU-Politikerin Ilse
Aigner wohl nicht reichen, die erste Bundespräsidentin zu werden. Nach den
Worten des neuen Chefs der CDUI/CSU-Bundestagsfraktion Thorsten Frei in WELT-TV
muss es in Zeiten, in denen das deutsche Staatsoberhaupt als „Stabilitätsanker
unserer Gesellschaft“ für die Sicherung
der Demokratie gebraucht werde, nicht zwingend eine Frau statt einem
Mann sein. Der 30. Januar 2027 könnte ein symbolträchtiger Tag
werden. mehr...
5. August 2026
(GesCh/ig).
Die Gesellschaft Chancengleichheit (GesCh) mischt sich in
die aktuelle Debatte zur Wahlrechtsreform ein. Die Forderung nach
gleichberechtigter Repräsentanz von Frauen in den Parlamenten muss nach
Überzeugung des Sprechers der GesCh und zwd-Herausgebers Holger H.
Lührig „raus der frauenpolitischen Ecke in die Mitte der Gesellschaft“
getragen werden. Männer müssten sich die gleichstellungspolitischen Postulate
zu eigen machen und eingebunden werden. Das verdeutlicht auch das magere Ergebnis der Initiative zum
2. Aktionstag #ParitätJetzt mit einer geringen medialen Resonanz und einer
Petition, die trotz prominenter Unterstützung von 100 frauenpolitisch aktiven Organisationen bislang (Stand 05.08.2026, 08:30) ledigllch 5.966
Unterschriften erreicht hat.
4. August 2026
(ug).
In einer Woche kommen die Erstklässler:innen in Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen zur Schule. Sie haben einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung - wie alle neu eingeschulten Kinder in diesem Jahr. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch unterschiedlich, nicht überall gibt es Betreuungsplätze für jede:n Schüler:in. Die GEW fordert mehr Qualität ein, mit gesicherten Finanzen, besonders in benachteiligten Regionen. Nach der Anlaufzeit erwartet sie Zwischenbericht und Nachkorrektur. mehr...