MEDIENKOMPETENZ | TAG DES ZUGANGS ZU INFORMATION (28.09.) : Informations- und Nachrichtenkompetenz als dauerhafte Aufgabe in Schulen verankern

30. September 2026 // Redaktion

zwd München (red). Kinder und Jugendliche müssten stärker dabei unterstützt werden, Quellen einzuordnen, Desinformation zu erkennen und sich selbstbestimmt eine Meinung zu bilden. Deshalb plädiert das Münchner Institut für Medienpädagogik (JFF) dafür, Informations- und Nachrichtenkompetenz dauerhaft in Schule, Jugendarbeit und Familienbildung zu verankern. Die Direktorin des JFF, Susanne Eggert, mahnte die Verantwortichen in PoIlitik und Gesellschaft, junge Menschen und ihre Familien nicht allein zu lassen.


Informationskompetenz bedeutet aus Sicht des Instituts heute weit mehr, als Fakten von Falschmeldungen unterscheiden zu können. Junge Menschen müssten unter anderem verstehen, nach welchen Kriterien Plattformen Inhalte auswählen, wie emotionale und polarisierende Beiträge Aufmerksamkeit erzeugen und welche Interessen hinter Informationen stehen können. Mit generativer Künstlicher Intelligenz kommen neue Herausforderungen hinzu: Texte, Bilder, Stimmen und Videos ließen sich immer leichter überzeugend verändern oder vollständig künstlich erzeugen. Das JFF hat drei zentrale Forderungen formuliert.:

„1. Informations- und Nachrichtenkompetenz muss kontinuierlich gefördert werden.
Einzelne Projekttage reichen nicht aus. Die kritische und selbstbestimmte Auseinandersetzung mit digitalen Informationen muss dauerhaft in schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten verankert werden.

2. Pädagogische Fachkräfte brauchen Zeit, Qualifizierung und medienpädagogisch geprüfte Materialien.
Lehrkräfte sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit müssen aktuelle digitale Entwicklungen einordnen und gemeinsam mit jungen Menschen bearbeiten können. Dafür benötigen sie regelmäßige Fortbildungen, praxistaugliche Methoden und ausreichende Ressourcen.

3. Die Perspektiven junger Menschen müssen einbezogen werden.
Medienpädagogische Angebote sollten an den tatsächlichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen ansetzen. Statt ihnen pauschal Leichtgläubigkeit oder einen unkritischen Medienumgang zu unterstellen, gilt es, ihre Fragen, Strategien und Unsicherheiten ernst zu nehmen.“

Quelle: www.jff.de

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junge Menschen und ihre Familien nicht allein zu lassen.


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