Seitzl hatte darauf verwiesen, dass sich sowohl die Fachpolitiker:innen der Regierungsfraktionen als auch Bundesfinanzminister Lars Klinhgbeil (SPD) und Bundesforschungsministerin Dorthee Bär (CSU) auf die Kernpunkte und die Finanzierung der Reform bereits im Frühjahr geeinigt hatten. Äußerungen des Fraktionschefs der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn, denen Bär grundsätzlich zugstimmt hatte, wonach keine Erhöhung der BAföG-Sätze möglich sei, hatten Verärgerung bei der SPD-Koalitionspartnerin ausgelöst.
Auf Nachfrage von Seitzl bekräftigte der Bundeskanzler seine Äußerungen anlässlich seines Besuchs in der SPD-Bundestagsfraktion. Dort habe er gesagt: „Ich möchte, dass wir das gemeinsam so lösen, wie Dorothee Bär und Lars Klingbeil das miteinander verabredet haben.“ Allerdings wollte sich der Kanzler mit Hinweis auf die anstehenden Haushaltsberatungen nicht auf konkrete Verbesserungen der BAföG-Leistungen festlegen. Merz unterstrich aber, dass Einigkeit über ein hohes gesellschaftspolitisches Interesse daran bestehe, dass junge Menschen in unserem Land nicht nur eine gute universitäre Ausbildung in Anspruch nehmen können, sondern auch eine gute duale Ausbildung. Er gehe davon aus, dass wir miteinander eine zufriedenstellende Lösung finden.