GKV-SPITZENVERBAND DER GESETZLICH VERSICHERTEN : Terminvergabe bei Ärzten ein „himmelschreiende Ungerechtigkeit“

18. Oktober 2026 // Holger H. Lührig

zwd Berlin. Zwei Tage, nachdem zwd-Herausgeber Holger H. Lührig die Ungerechtigkeit bei der Terminvergabepraxis von Fachärzt:innen für gesetzliche und private Versicherte anhand eines Beispiels angeprangert hatte, haben nun der GKV-Spitzenverband und der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundfestagsfraktion Thorsten Frei eine Besserstellung der gesetzlich Versicherten verlangt. Damit kommt Bewegung in die Sache, wenn auch politisch nur ein wenig.

Ausdrücklich hat nach Medienberichten der Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Oliver Blatt in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gefordert, dass ärztliche Termine nach medizinischem Bedarf vergeben werden und „nicht danach, wie jemand versichert ist“. Es ist nach den Worten von Blatt eine „himmelschreiende Ungerechtigkeit“, dass die rund 75 Millionen gesetzlich versicherten Menschen den größten Teil der ärztlichen Honorare finanzierten, aber bei der Terminvergabe häufig benachteiligt würden. Vor dem Hintergrund des Ergebnisses der GKV-Versichertenbefragung 2025, wonach Viertel der Befragten länger als 30 Tage auf einen Facharzttermin wartren muss, hält auch der Fraktionschef der Union Thorsten Frei mehr Gerechtigkeit bei den Wartezeiten auf Facharztterminen für wünschenswert. Frei will zwar den Dualismus der gesetzlichen und privaten Krankenverischerungen beibehalten, erwartet aber von dem neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) Vorschläge zu einer fairen Ausgestaltung der Tertminvergaben. Im System, sagte Frei nach Informationen der Tagesschau, werde „vieles als ungerecht empfunden oder ist tatsächlich ungerecht“.




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