Holger H. Lührig
Die Ausgabe zwd-POLITIKMAGAZIN 411 steht im Zeichen der Debatte über eine erneute Wahlrechtsreform zu den Bundestagswahlen, die voraussichtlich im Jahr 2029 stattfinden. Der Schwerpunkt liegt auf den bisher nicht ins Rampenlicht gerückten Absenkung des aktiven Wahlrechts auf 16 Jahre, das laut Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD geprüft werden soll. Die Befunde aus der Wahlforschung, belegt Mitherausgeberin Hilda Lührig-Nockemann in der Titelgeschichte des Magazins, weisen deutlich in die Richtung, dass ein Misstrauen gegenüber dem aktiven Wahlrecht für die 16-17-Jährigen unbegründet und wahlstatistisch kaum relevant ist.
Ein weiterer Schwerpunkt zum Wahlrecht ist im zwd-POLITIKMAGAZIN durch die Beilage "Chancen.Gleichheit & Politik gesetzt. Sie beinhaltet eine komplette Aufzeichnung des von der Gesellschaft Chancengleichheit e.V. am 24. Marz 21026 veranstalteten Wahlrechtsreform-Dialog.
Mit einer ausführlichen Berichterstattung würdigt das zwd-POLITIKMAGAZIN die SPD-Politikerin Inge Wettig-Danielmeier, die am 20-. Mai 2026 im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Sie war Mitbegründerin und Gründungsvorsitzende der Gesellschaft Chancengleichheit und ma0geblich am Start des "zwd" beteiligt. Mit seinem Beitrag über sie hat zwd-Herausgeber Holger H. Lührig ihr nicht nur ein publizistisches Denkmal für ihre Verdienste im Kampf um Chancengleichheit und Frauenrechte gesetzt, sondern auch die SPD-Führung gemahnt, ihr deinen gebührenden Platz in der SPD-Geschichte neben anderen SPD-Frauenrechtlerinnen wie beispielsweise Elisabeth Selbert einzuräumen.